Weinbergslagen
Die rd.16 ha Rebfläche unseres Weingutes liegen hauptsächlich im Thiergartental, die restlichen Weinberge befinden sich an der Saar mit der Lage „ Ayler Kupp“, an der Mittelmosel mit der Lage „Bernkasteler Graben“ sowie im Olewiger Tal mit den Lagen unseres zweiten Weingutes Mutterhaus der Borromäerinnen „Trierer Jesuitenwingert“ und Trierer Burgberg“. Schließlich wird im Osten, über der Stadt Trier, ein Weinberg in der Lage“St. Maximiner Kreuzberg“ bewirtschaftet.Die Lagen im Thiergartental befinden sich in unserem Alleinbesitz
und teilen sich wie folgt auf:
Trierer Benediktinerberg
Trierer Thiergarten Felsköpfchen
Trierer Thiergarten unterm Kreuz
Trierer Kurfürstenhofberg
Allen diesen Weinbergen ist gemeinsam, dass es sich um Steillagen mit Exposition in Richtung Süd-Südwest und um mal mehr, mal weniger tiefgründige, steinige Schieferverwitterungsböden handelt. Klima und Boden bieten die Gewähr, dass hier im Thiergartental in allen Lagen rassige, fruchtige und feinduftige Weine heranreifen.
Die Lagennamen im Thiergarten führen z. T. weit in die Geschichte zurück. Schon der Name Thiergarten reicht vermutlich bis in Römische Zeit, als die Tiere, die im nahe gelegenen Amphitheater auftreten mussten, hier in Stallungen den Winter verbrachten. Auch die Erklärung, dass hier im 12.-13. Jahrhundert ein reicher Trierer ein Wildgehege besaß, wäre denkbar.
Die Lage“Trierer Benediktinerberg“ geht zweifellos auf die Benediktinerabtei St.Matthias zurück, deren Mönche hier bereits im 12. Jahrhundert Landwirtschaft und Weinbau betrieben.
Die Lage „Trierer Thiergarten unterm Kreuz“ ist benannt nach dem Wegekreuz aus dem 15. Jahrhundert, das den alten Weg aus dem Hochwald in Richtung Trier von Osten her begleitet. An diesem Weg, nur 300 m weiter westlich oben auf dem Sporn zwischen Olewiger- und Thiergartental, wurde 1969 bei Ausschachtungen das Grab eines keltischen, wohl adeligen Kriegers gefunden, der unter dem Namen „Treverer Helmkrieger“ weithin bekannt wurde.
Unser Weingut und unsere Weinberge werden übrigens wirklich noch mit "Thiergarten" geschrieben. Lediglich der Straßenname hat die richtige Schreibweise.
Unmittelbar vor diesem auslaufenden Bergrücken fließen der Olewiger Bach und der Tiergartenbach zusammen und bilden den Altbach, der schon in Römischer Zeit eine hohe Bedeutung als Teil des Tempelbezirkes Altbachtal hatte.
Das Thiergartental im Osten Triers stellt, wie unschwer zu erkennen, einen Bereich dar, der aufgrund seiner 2000 Jahre währenden Historie ein beredtes Zeugnis von Geschichte, Kultur und Weinbau vor den Toren der Stadt ablegt und eine große Bereicherung für Naherholung, sportlicher Betätigung und Freizeitgestaltung der Trierer Bevölkerung darstellt.

